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1996: Dagi Delphin und die Skater.

Kleinkunst

(UA: 1996, Theater im Hof), Jugendstück mit Musik (gemeinsam mit Walter Kohl), Kaiser Verlag Wien

Kurzbeschreibung

Dagis Eltern sind geschieden. Sie lebt mit ihrer jüngeren Schwester bei der Mutter. Die Mutter hat für Dagis Probleme keinerlei Verständnis, und umgekehrt funktioniert es auch nicht. Eines Tages hat Dagi genug. Sie glaubt, dass ihr Vater sie besser versteht – Fehlanzeige – der weist sie sofort ab. Nun reißt sie aus. Unter einer Brücke lernt sie einige Skateboardfahrer kennen. Mit einem davon, Mike, zieht sie zusammen, und damit beginnt für sie eine aufregendere und konfliktreiche Seite des Lebens.

Besetzung: (4D/ 6 H/ Simultanbühne)

LESEPROBE

Dagi Delfin und die Skater. (UA: 1996, Theater im Hof)

Träume sind Schäume

1. Du fährst auf Teer und auf Asphalt,

auf Schotter, Eisen, Alu, Kies.

Kühle Erde, heißes Pflaster,

die Straße ist kein Paradies.

Kalter Wind, so nah am Boden,

bläst er rauh dir ins Gesicht.

Wer sich nicht dagegenstemmt,

der verliert das Gleichgewicht.

(Refrain)

Es geht aufwärts und bergab,

von der Wiege bis ins Grab

es geht drunter, es geht drüber,

s‘ geht hinauf und dann hinüber,

eine steile Kurvenfahrt.

Und Träume sind Schäume

und das Leben, das ist hart.

2. Glaubst du, daß das alles Spaß macht?

Daß sich Knacken gehen lohnt?

Wir sind froh schon, wenn am Abend

uns die Polizei verschont.

Immer durch die Gegend fahren

ohne Rast und ohne Ruh.

Manchmal stellt sich uns die Frage:

Wo kehr’n denn wir dazu?

(Refrain)

3. Gehsteigkanten haben Zähne,

fahren kleine Messer aus.

Wer nicht Acht gibt, kommt ins Straucheln,

wer vom Brett fällt, scheidet aus.

Eltern, Lehrer, Detektive,

dieser Scheiß Erziehungszopf.

Wir habm Brettern untern Beinen

doch die anderen nur vorm Kopf.

(Refrain)

4. Wir fahren durch die Großstadtwüste

den Nacken steif und sehr geschwind,

und es braucht sich keiner wundern

daß wir hart geworden sind.

Wir fahren durch die Großstadtwüste

den Nacken steif und sehr geschwind,

und es braucht sich keiner wundern

daß wir hart geworden sind.

REZENSION

Dagi Delfin und die Skater. (UA: 1996, Theater im Hof)

„Das Leben ist hart!“

Gewalt, Kraftausdrücke, Erziehungsprobleme, Alkohol, Zigaretten und vieles mehr im Linzer Eisenhand.

Die Jugendtheatergruppe aus Hagenberg – unter der Leitung von Gerald Wahl und Margit Weiss – stellte gestern im Rahmen von „Zündstoff“ das Musical „Dagi Delphi und die Skater“ von Walter Kohl und Rudi Habringer vor.

Dagi (Veri Aistleitner) reißt von zu Hause aus, schließt sich einer berüchtigten Skaterbande an und verliebt sich in ihren Anführer Mike (Dieter Etzelsdorfer).

Das Schauspielerteam begeisterte mit passenden Kostümen, schrillen Frisuren und schlagfertigen, heftigen Dialogen das Publikum und ließ sich durch Tonprobleme und die relativ enge Bühne nicht aus der Fassung bringen.

Das 120 Minuten dauernde Musical endete mit einem gelungenen, traditionellen Finale: Alle Schauspieler sangen gemeinsam mit der eingespielten Band noch einmal die vielen Botschaften des Musicals wie z. B.: „Wir waren auch mal jung“ oder „Träume sind Schäume und das Leben ist hart!“

OÖN 05.04.2005