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2005: 2000 Jahre Jazz in Österreich.

Kleinkunst

Ein ironisierender Abriss der improvisierten Musikgeschichte nebst zahlreichen Musikbeispielen.

Mitwirkende, die Jazzformation „Schmitttrio“:

Michael Kreuzer – p, electronics, tp, as
Karlheinz Schmid – ss, ts, bcl
Ewald Zach – dr, perc

Rudolf Habringer: Text, Rezitation

Aus einem bestimmten – augenzwinkernden – Blickwinkel erscheint es geradezu zwingend: Österreich ist das Ursprungsland des Jazz.

Was Sie nicht für möglich hielten – der Nachweis wird asn diesem Abend geführt: Österreichs swingende, groovende, coole, funkige Musik von der Römerzeit bis in die Gegenwart!

Ein interdisziplinäres Vorhaben, in welchem sich Beiträge aus Musikwissenschaft, Soziologie, Scherz, Satire, Ironie und tieferer Bedeutung mit jazzigen Kompositionen vereinen.

Abendprogramm:

Gutn Abnd (Einführung)

Madonna Mia (Gregorianik)

Maestoso & Largo (Barock)

Delektierverordnungs-Walzer (Wiener Klassik)

WELKOM (Römerzeit)

Da Didl/ Was wird da gspielt (20. Jahrhundert) (*)

Tele-Clon (**)

Komposition: alle Kompositionen von Karlheinz Schmid außer (*) von Michael Kreuzer und (**) Ewald Zach

Als eingespieltes und in vielen musikalischen Produktionen zusammengeschweißtes Team steht das Schmittrio mit Delegations- und Projektleiter Charlie Schmid ( gerade ausgezeichnet mit dem Förderstipendium des Landes OÖ) Instrument bei Fuß. Die gewählte Besetzung erlaubt größtmögliche Freiheit und Flexibilität in der Umsetzung – bezogen auf  melodische, harmonische, interpretatorische und rhythmische Parameter.

Darüber hinaus mit von der Partie: der Autor und Satiriker Rudolf Habringer – mehrfach preisgekrönt und  auch als aktiver Musiker und Jazzkenner hervorragend qualifiziert.

Kontakt: Karlheinz Schmid, Breinbauerweg 8, 4040 Linz, Tel. +43.699.10 250 600

info@schmidmusic.com

LESEPROBE

Aus einer apokryphen biblischen Schrift, um 200 n. Chr.

Gefunden im Wiener Birdland, um 2000.

Am Anfang war ein Ort, und der Ort war am Fluß, und der Fluß floß durch Wien. Im Anfang war nur ein Ton. Durch den Ton ist alles geworden, und ohne den Ton wurde nichts, was geworden ist. In Ihm war Jazz, und der Jazz war das Licht der Menschen, und das Licht leuchtet in Bars und in der Finsternis, und die Menschen waren tief ergriffen. Ein Mensch trat auf, der von Gott gesandt war; sein Name war Fatty George/ Joe Zawinul. Er kam als Zeuge, um Zeugnis abzulegen für das Licht, damit alle durch ihn zum Jazz kommen.

Der wahre Jazz, der jeden Menschen erleuchtet, kam in die Welt und hieß Joe Zawinul und die Welt ist durch ihn geworden, nur in Wien erkannte man das vorerst nicht. Und sein Ton ist Jazz geworden und wohnet unter uns und klingt von Stadt zu Stadt, von Birdland zu Birdland von Ewigkeit zu Ewigkeit und immerdar und für und für.

REZENSION

Hildegard von Bingen trifft Miles Davis

Unter dem Titel „2000 Jahre Jazz in Österreich“ präsentierte das Schmitttrio im Verbund mit dem Literaten Rudi Habringer seinen Musikspaß im zum Restaurant umgestalteten mittleren Saal des Linzer Brucknerhauses. Die vier gaben einen ironischen Abriss der Geschichte der nicht nur improvisierenden Musik in Österreich. Habringer liest seine Texte sehr musikalisch mit Verve, ja beinahe Swing. Man merkt, dass er auch ein talentierter Sänger ist. In den Geschichten berichtet er von den angeblich durch Funde belegten Improvisationsexzessen zur Römerzeit, bringt Hildegard von Bingen und Miles Davis zueinander und erzählt vom Scheitern eines Walzerkomponisten an der Metternich’schen Bürokratie.

Karlheinz Schmid an den Saxophonen, Pianist Michael Kreuzer und der junge Drummer Ewald Zach nutzen ihre musikalischen Möglichkeiten und liefern eingängige und witzige Beiträge zu den Texten. Manchmal hätte man sich die Klänge ein wenig zupackender gewünscht. Vieles bleibt so ein wenig unverbindlich, ist aber immer elegant und ein Riesenspaß in jedem Fall.

Oberösterreichische Nachrichten(haun)