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2006: Heute brennt der Baum. Ein pyromanes Hirtenspiel

Kleinkunst

Mit Helmut Fröhlich und Rudolf Habringer, UA Theater Phönix 12. 12. 2006

KURZBESCHREIBUNG

„Pyromanes Hirtenspiel“ im Theater Phönix
„Heute brennt der Baum“ heißt es (..)  im Linzer Theater Phönix. Doch dies soll nicht als Vorsichtsmaßregelung, sondern vielmehr als Einladung zu einem Weihnachtsprogramm der etwas anderen Art verstanden werden.

„Heute brennt der Baum – Ein pyromanes Hirtenspiel“ ist ein bunter und satirischer Weihnachtsmix aus der Feder des oberösterreichischen Autors Rudolf Habringer. Und Habringer wird sich an diesem Abend als Allrounder zeigen. Er greift in die Klaviertasten und zeigt sein schauspielerisches Können.

Feng Shui und Big Father
Viel passiert in dieser Textcollage: Da vertreibt sich Josef mit Holzschnitzereien die Zeit und versucht vergeblich, den Ochsen zu melken.

Szenen, Lieder und Parodien werden auf dem vorweihnachtlichen Gabentisch serviert, die man sonst eigentlich nicht in einem Adventprogramm kennt: So geht es beispielsweise um Feng Shui und Big Father, sagt Habringer.

Von Goethe bis Heinz Prüller
„Ich behaupte, dass sich von Goethe, Ernst Jandl, Ludwig Uhland bis Bert Brecht schon alle mit dieser Weihnachtsgeschichte beschäftigt haben. Und auch Wilhelm Busch, Hans Krankl und Heinz Prüller geben ihren Senf dazu“, so Habringer.

ooe.orf.at 11. 12. 2006

LESEPROBE

A gereimts Gedicht von Woikerschtorfer Seppn aus Uigschberg im oban Mühlviertel

Apfent

Es wird schon bal finster.

Bal finster wird´s glei.

Da Tag, der is umi.

Da Tag is vorbei.

Kreuzteifö, so was von finster.

Kreuzteifö, so was von kalt.

Dass man´s schier gar net glaubm möcht.

Der Tag vergeht bald.

Die Nacht ist kohlschwarz

Und im Ofen ist rot.

Und grean is der Wald.

Und da Tag is wia tot.

In da Kira is kalt.

Und kalt in da Sakristei.

Mir frieast mehr in d`Finger,

Da Tag is vorbei.

Vorbei is da Tag,

Im Ofen brennen d`Scheiter.

Kam is da Tag kemma,

Is er schon weiter.

Seitn eini, da Tag is so kurz,

Seitn eini, es is erscht drei.

Und daußt is schon finster.

Da Tag is vorbei.

Daußt schneiberlts a weng.

Da Newö hängt übern Ba.

Es wird scho glei dumpa

Und d`Finstern is da.

Eitn, wie d`Zeit vergeht,

Eitn, wie d`Zeit verrinnt.

Da Tag is moar und gibt nach

Und d`finster Nacht is, die gwinnt.

Im Fenster steht a Kerzn

Und oane beim Ofen hibei.

Und i bin am roaten

Und denk, der Tag is vorbei.

Es wird scho glei dumpa.

Es wird frei mehr kalt.

Es wird scho glei Nacht.

Und finster wirds bald.

REZENSION

Schräge Weihnachtsshow im Phönix:

Raus aus Castinghem

Schräge Einlagen zum Fest bringen Helmut Fröhlich und Rudolf Habringer seit Dienstag ins Linzer Phönix-Theater. Für „Heute brennt der Baum – ein pyromanisches Hirtenspiel“ verlegen sie das Weihnachts-Evangelium ins Fernsehzeitalter. Die wahre Botschaft der Heiligen Nacht heißt demnach: „Wer muss raus aus dem Big-Father-Container, aus Castinghem?“

Man darf sich nicht wundern, wenn neben der heiligen Familie, den Engeln, Hirten und Königen plötzlich Boris Becker auftaucht, um gegen Franz Beckenbauer um die Gunst von Verona Feldbusch-Pooth zu buhlen. Denn Weihnachten 2006 spielt sich im Casting-Container „Big Father“ ab – die Niederkunft von Gottes Sohn ist nebensächlich. Wesentlich ist, wer bei diesem Mega-Event dabei ist!

Die Prominenten sind es auch, die sich wie ein Faden durch die kabarettistische Weihnachtslesung ziehen. Köstlich: Wie Wilhelm Buschs Max und Moritz der Entführung des Jesu-Kindes bezichtigt werden. Gelungen auch die Geschichte über einen brennenden Baum bzw. ihre Varianten: Was kann man nicht alles in einem Weihnachtsfeuer sehen! Eigentlich eine hervorragende Finderübung für Jungjournalisten…

OÖ Kronen-Zeitung 14. 12. 2006, Martin Nagl


Rudolf Habringer und Helmut Fröhlich servierten den 200 Besuchern einen bunten, satirischen Weihnachtsmix.
Mit Tempo, Witz und Tiefgang spielten R. Habringer und H. Fröhlich Parodien, Szenen und Lieder, die man sonst nicht in einem Adventprogramm findet. Sie verlegten die Weihnachtsgeschichte ins Fernsehzeitalter. Weihnachten spielt sich somit im Casting-Container „Big Father“ ab. Die Devise heißt hier: Dabei sein ist alles.
In weiteren Szenen tauchen neben der heiligen Familie, den Engeln und Hirten plötzlich H.Krankl, H. Prüller, H. Elsner und D. Bohlen auf.
Ausgehend von einer Pressemeldung über einen Christbaumbrand wurden in den Reaktionen darauf die österreichischen Parteien parodiert.
Reaktion eines Besuchers: „Solche hintergründige und schräge Einlagen zum Weihnachtsfest habe ich noch nie gehört.“
Die Zuschauer waren begeistert und bedankten sich für den unterhaltsamen Abend mit einem kräftigen Applaus. homepage HTL Steyr