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Alles wird gut

Kurzbeschreibung

Die Radiomoderatorin Lisa betreut eine nächtliche Sendung namens »Nitetalk«. Auch Schmögner, der Telefonist, arbeitet in der Nacht, wenn alle Töne besonders intensiv erscheinen. Aus der heimlichen Verehrung entwickelt sich bald eine regelrechte Obsession des einsamen Hörers für die betörende Radiostimme. In »Capriccio privat« entspinnt sich eine zarte Beziehung aus Bewegungen und Klängen zwischen einem zurückhaltenden Pianisten und einer anmutigen Tänzerin – eines Nachts führt das Schicksal die beiden gar in ein gemeinsames Hotelzimmer.

Unerwartet und flüchtig ist das Glück, das einem nicht mehr ganz so jungen Mann »Am See« mit der Schwester seines besten Freundes begegnet. Und ein Pharmavertreter nimmt Abschied von seinem Vater, zögerlich wird ihm erst »Am Ende« bewusst, wie groß die Liebe war, die ihn mit dem oft strengen und verständnislosen Mann verbunden hat. Unerfüllte Sehnsüchte, glücklose Liebesgeschichten und das Gefühl des Alleinseins eint die Figuren in Rudolf Habringers acht Erzählungen. Präzise und eindringlich beschreibt er die Innenwelten seiner Protagonisten, die oftmals in der Beobachtung der eigenen seelischen Vorgänge gefangen bleiben. Der Nachdenklichkeit in nächtlichen Stunden, den Leiden und Freuden des Verliebtseins, den kindlichen Nöten und der Ohnmacht, die einen im Angesicht des Todes ergreift, stellt Rudolf Habringer aber die Hoffnung der Liebe gegenüber, der alle in den unterschiedlichsten Spielarten begegnen.

Pressestimmen

„Ein sowohl gescheites und dennoch spannendes, ein sentimentales und doch humorvolles, ein erotisches und doch keusches Buch ist Rudolf Habringer mit „Alles wird gut“ gelungen. Seine acht Liebesgeschichten deuten an, dass Habringer das Zeug zum Romancier hat. Denn eigentlich ist der Erzählband ein Buch mit acht, auf acht Erzählungen verkürzten Büchern.“  ORF

„Habringer setzt der Liebe mit tief empfundener Hochachtung ein wunderschönes poetisches Denkmal.“ Brigitte Österreich

„Alles wird gut“ ist aber kein deprimierendes Buch. Und auch kein pathetisches. Das liegt nicht zuletzt an der lakonischen Sprache und der sehr genauen Darstellung der Gefühle, welche die Texte trägt.“ Oberösterreichische Nachrichten (mehr …)

Textprobe

Gelbes, warmes Licht liegt auf dem Linoleumboden in der Küche. Ein strahlend blauer Morgen im September. Bald kommt der Herbst. Die Tür zum Balkon steht offen. Kühle Luft von draußen streicht in einer sanften Brise um die Beine.

Gerade ist er aufgestanden. Heute hat er frei. Mit bloßen Füßen tappt er über den Fliesenboden im Vorzimmer. Er trägt die helle, abgetragene Flanellhose, die bequemste, die er besitzt. Sein Hemd ist nicht zugeknöpft. Eben war er auf der Toilette, noch hat er sich nicht gewaschen.

Sein Gesicht ist blass, die Augen sind verklebt. Das Haar ist kurz geschnitten und liegt unauffällig, fast demütig an seinem kleinen Kopf. Sein Alter ist schwer zu bestimmen. Es scheint, als hinge es davon ab, wie das Licht auf ihn fällt. Er wird von Anfang zwanzig bis Mitte vierzig eingeschätzt. Er hält sich für nicht besonders attraktiv, aber auch nicht für hässlich. Stets bringt er Fotografen zur Verzweiflung. Nein, fotogen ist er nicht. Er lacht nie. (mehr …)