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Bernhard Minetti geht turnen

Kurzbeschreibung

BERNHARD  MINETTI  GEHT  TURNEN. Satiren I (1999)

Edition Geschichte der Heimat, Revidierte Neuausgabe 2008

Böse, witzig und schräg gewährt der Autor Einblick hinter die Kulissen von Theater, Musik und Literatur und damit in das österreichische Wesen. Habringers Perspektive ist dabei so ungewöhnlich wie originell. Man muß kein Kunstfreund sein, um in seine Welt eintauchen zu können. Seine Figuren sind schrullig und verrückt, blasiert oder auch einfach nur komisch, immer aber aus dem prallen Leben gegriffen. (mehr …)

Pressestimmen

Insgesamt 17 Texte – teils Wiederabdrucke, teils Erstveröffentlichungen – legt der Oberösterreicher Rudolf Habringer in seinem schmalen Bändchen „Bernhard Minetti geht turnen“ vor. Wer nun auf Grund des Titels vermutet, daß da noch ein anderer Bernhard zwischen den Zeilen mitschwingt, der liegt ganz richtig: „Mausgift kaufen“ („Einfach kompliziert“) geht dem Band bereits als einleitendes Motto voraus, und in der Abteilung „Briefverkehr“ der in vier Teile gegliederten „Satiren I“, die insgesamt eher als literarisches Potpourri von allerlei Kurz- und Gelegenheitstexten denn als Satiren im engeren Sinn zu verstehen sind, findet sich ein Brief mit dem Titel „Betrifft: Bernhardforschung“. (mehr …)

Textprobe

Was die Stapo im Brucknerhaus erlebte

Vertrauliche Information

Bericht, Zahl V – Spb 341/VVN/8

Um ca. 19.15 Uhr, begaben sich Gr.I. Lauscher und Gefertig­ter, von der hiesigen Dienststelle zum örtlich anliegenden Brucknerhaus, Linz.

Beim Eintreffen konnte wahrgenommen werden, daß die Abend­kassa zwecks Ausverkauftseins bereits geschlossen worden war. Angeführt sei, daß in Voraussehung dieses Eventualfalles die Eintrittskarten bereits im Vorverkaufe in Gewahrsam genommen worden waren.

Im Zuge des Betretens des Innenraumes konnte von einem Kar­tenbilleteur ein sogenanntes Programmheft, um den Betrag von 15.- (in Worten: fünfzehn) zwecks Einsicht angekauft und noch im Saale einer ersten Untersuchung unterzogen werden.

Bemerkt wird, daß im Zuge des fortschreitenden Beginns des Konzerts von Unbekannt plötzlich das Saallicht verdunkelt wurde, was die Observierung der zu beobachtenden Objekte in einem beträchtlichen Ausmaße erschwerte. Über den Handlungs­verlauf auf der Bühne wurden unter Bedachtnahme auf die erho­benen Verdachtsmomente handschriftliche Aufzeichnungen ge­macht, soweit dies auf Grund der gegebenen Situation möglich war.

Die Bühne blieb vorerst über die ausgewiesene Beginnzeit von 19.30 bis auf weiteres leer, ehe schließlich mehrere Perso­nen, offenbar Musiker, die Bühne betraten und sich an ihren Arbeitsgeräten mit diversen Handgriffen zu schaffen machten. Die Lärmentwicklung, muß vermerkt werden, war hiebei enorm. Eventuelle Absprachen unter den Ausführenden waren daher ab diesem Zeitpunkte nicht mehr zu vernehmen.

Der Leiter der Aufführung war offenbar zu spät gekommen und betrat als letzter  mit größter Eile die Bühne. Er wurde mit leichtem Applause begrüßt. (mehr …)