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Der Kobold der Träume

Kurzbeschreibung

Der Kobold der Träume. Aufzeichnungen aus dem Unbewussten.

Gemeinsam mit Josef P. Mautner, eine Anthologie von 13 SchriftstellerInnen und KünstlerInnen. Picus Verlag Wien, 2006

Dreizehn Autorinnen und Autoren erzählen und interpretieren ihre Träume. Ein Lesebuch für alle, die selbst träumen und die »Ringkämpfe jede Nacht« (Franz Kafka) kennen, ein Buch der Erkundung nächtlicher Botschaften, eine Fibel fragiler Ahnungen und bizarrer Erinnerungen, quälender Ängste und rätselhafter Lüste.

Der Kobold der Träume spinnt das Garn der Geschichten. (Miguel Angel Asturias). (mehr …)

Pressestimmen

Bilder des Unbewussten

Natürlich ist es kein Zufall, dass der oberösterreichische Schriftsteller Rudolf Habringer und der Salzburger Theologe und Germanist Josef P. Mautner just im Sigmund-Freud-Jahr 2006 dem „Kobold der Träume“ ein Buch gewidmet haben.
Der Zusammenhang von Traum und Literatur hat eine lange Tradition, die weit hinter Freud zurückreicht, die aber im Kontext der Psychoanalyse eine moderne künstlerische Ausprägung erhalten hat, vor allem im Surrealismus.
Habringer und Mautner haben elf Zeitgenossen, vor allem Autorinnen und Autoren, eingeladen, aufgezeichnete Träume zu veröffentlichen. Einige Beiträger, darunter die Herausgeber selbst, haben auch Deutungen und grundlegende Reflexionen zum Thema Traum beigesteuert.
So ist ein facettenreicher Band entstanden, der unterschiedliche, sogar gegensätzliche, aber allemal spannende und eigenwillige Zugänge zu den Bildern des Unbewussten enthält.
Christian Schacherreiter, Oberösterreichische Nachrichten (mehr …)

Textprobe

Der Träumende bin ich und der Geträumte. Fragmentarische Anmerkungen

Nächtens gehe ich hinunter in mein Archiv, ich klettere in meinen Kopf hinein, tauche ab zu einem Grund, den keiner kennt, dorthin, wo alles über mich und von mir aufbewahrt ist: Menschen, Gerüche, Ängste, Erfahrungen, Gefühle genau so wie altes, nicht entsorgtes Gerümpel. Angelangt bei meinen Träumen fühle ich mich zu Hause und zugleich fremd.

Vielleicht verhält es sich aber auch so: Nacht für Nacht klettert ein Traum aus meinem Archiv, kriecht aus meinem Kopf in meinen Kopf, taucht auf aus meiner Tiefe und tanzt mir vor den Augen. Wer hat wen? Habe ich den Traum, hat der Traum mich? Oder fallen wir in eins? Bin ich mein Traum, der vor sich selber gaukelt?

Ich vermute: Wenn ich träume, bin ich ganz bei mir, ob ich will oder nicht. Der Träumende bin ich und der Geträumte. (mehr …)