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Was wir ahnen

Habringer stellt allein dadurch seine epische Gestaltungskraft unter Beweis, dass er es schafft, diese 29 Figuren in ein filigranes Beziehungsnetz zu integrieren. Man könnte einwenden, dass Rudolf Habringer dabei die Phänomene Zufall und Schicksal hemmungslos strapaziert. Das hieße aber die Absicht des Autors verkennen. Die Komplexität der Figurenkonstellation ist bei ihm literarisches Programm und sozialphilosophische Essenz in einem. Darin besteht die Originalität dieses Romans. (…) Rudolf Habringer hat mit der ungewöhnlichen Konzeption seines Romans „Was wir ahnen“ einiges riskiert. Nicht alle werden das gutheißen, aber was er macht, ist in sich logisch und konsequent – und eines ist auch sicher: Fad wird einem auf keiner der 300 Seiten.
Christian Schacherreiter, OÖN

In der realistischen Kunst ist Genauigkeit, die Sorgfalt im Detail eine Qualität. Rudolf Habringers Roman verfügt über diese Qualität. Große realistische Filme unterscheiden sich von der Konfektionsware unter anderem dadurch, dass im Bild, im Hintergrund oder in Zwischenschnitten, mehr zu sehen ist als die vordergründige Handlung. Auch Habringer reichert das Geschehen mit Seitenmotiven an, die Atmosphäre schaffen, eine Tiefendimension und Plastizität gewährleisten.
Thomas Rothschild, Die Presse

Bin ein unglaublicher Fan vom neuen Habringer. Angefangen und nicht mehr aufgehört. Weil es eine packende Geschichte ist, die alles hat: eine Familiengeschichte, die traurig ist, die zwischendurch auch – wie das Leben so spielt – auch kurios, witzig ist. Es ist ein wirklich gelungenes Buch. Es macht ein Vergnügen, es zu lesen.
Sabine Weißensteiner, Buchhändlerin Linz, in ORF, Oberösterreich heute, 16.3. 2014

Der geschickt konstruierte Roman (jedes Kapitel ist einer bestimmten Figur zugeordnet, aus deren Perspektive erzählt wird) entfaltet wieder Habringers bekannte Talente. In einem stabilen, klaren, unverschnörkelten Satzbau quartiert der Autor lebensechte Charaktere ein, deren psychologische Verhaltensarten und problematische Beziehungsweisen ihn am meisten beschäftigen.
David Axmann, Wiener Zeitung

Der 54-jährige Autor legt ein Buch vor, das der Leser erst aus der Hand legt, wenn er die letzte Seite gelesen hat. Was will man mehr als ein Buch, das unterhält und das um die Frage kreist „was wir ahnen“?
Stefan Rammer, Passauer Neue Presse

Es ist die erzählerische Kunst von Rudi Habringer, dass der Text dieses perspektivische Wechselspiel verträgt. In wenigen Sätzen versteht er es, eine Figur und eine Szene aus einem Gestus, einem Sprachduktus oder einer Denkfigur heraus lebendig werden zu lassen. So switchen wir zwar ständig, bleiben aber dennoch im selben Film, der konsequent seine innere Spannung aufbaut und hochhält. Man staunt, man ahnt, man ist beunruhigt – und blättert begierig weiter.
Reinhard Ehgartner, Bibliotheknachrichten

Rudolf Habringer gräbt in weitläufigem Beziehungsschlamm die Blindgänger ehemaliger Beziehungen aus und wühlt dabei die abgesetzten Sedimente auf. Letztlich verlieren die eingetrübten Figuren jegliche Sicht und versacken im Bodenlosen. – Ein Drama voller eingesperrter, hilfloser Seelen.
Helmuth Schönauer, Pool Feuilleton

Habringer hat dem neuen Roman wieder ein Zitat von Franz Kafka vorangestellt. „Wer kann das von oben vom Anfang bis zum Ende mit offenen Augen überblicken?“ Im Falle von Was wir ahnen sind es der Autor und seine Leserinnen und Leser, die die Verbindungen zwischen Dingen herstellen können, die den Protagonisten in der fiktiven Welt bestenfalls Ahnung bleiben. Das Buch illustriert so höchst anregend Verenas Frage „Was wissen wir darüber, wie die Dinge verbunden sind?“. Es zeigt sich, dass die Welt der Erzählung immer neue Unsicherheiten an den Tag bringt. Als Grundlage dieser Poetik nennt Mitterbach die narrative Therapie nach White und Epston, die bekanntlich „die Zähmung der Monster“ verspricht.
Tatsächlich gibt es genügend Monströses und Abgründiges im Leben der Menschen in Linz und Umgebung, Regensburg, Wels, Krumau und Stockholm, den Orten der Handlung. Das könnte den Eindruck erwecken, das Buch sei schwere Kost. Doch auf wunderbare habringerische Weise ist der Roman eine eher leichte Lektüre, die auch nach einem harten Arbeitstag noch zur Hand genommen werden darf. Der lockere Erzählton macht die Geheimnisse und Rätsel der Protagonisten zu einer klugen Unterhaltung.
Helmut Sturm, Rezensionen Literaturhaus Wien

Rudi Habringer zeichnet bekannte Welten, die der Bildungshäuser und netten TeilnehmerInnen an persönlichkeitsbildenden Seminaren. Daneben auch die Welt des smarten Lokalpolitikers, der in der Ferienhütte mit einer jungen Mitarbeiterin „rummacht“ und dabei von Sandra erwischt wird. Eigentlich nicht einmal erwischt wird, denn die Tochter und nun eben nicht einmal biologische Tochter macht sich davon, als sie die Szenen beobachtet. Man kann keinem trauen. Das denkt auch der Musiker Tomas in Krumau, der ein Paar beim Frühstück beobachtet: Die Frau wirkt verletzlich, bald kommt sie wieder, aber mit einem anderen Begleiter. Tomas merkt sich Menschen, selbst die, die ihn nicht beachten.
Christina Repolust, Welt der Frau

Spannende Sommerlektüre. Irgendwann stolpert man über einen Satz, der Jim Morrison zugeschrieben wird. Sinngemäß lautet er so: „Es gibt Dinge, die man weiß, und es gibt Dinge, die man nicht weiß, und dazwischen sind Türen. Das sind wir.” In “Was wir ahnen” hat Rudolf Habringer viele Türen eingebaut. Die meisten sind geschlossen. Das kann man deprimierend finden. Oder herausfordernd.
Apa

Bewegend zu lesen!
Die Wienerin

Selten wurden die scheinbaren Zufälle, mit denen Menschen aufeinander treffen, so unterhaltend und schlüssig beschrieben.
Christine Grüll, Kirchen Zeitung

Schon alleine über die Beziehungen zwischen den Nationalitäten weiß Habringer viel zu erzählen. Er hat zudem einen genauen Blick für verschiedene Lebens- und Arbeitswelten, sei es die von Polizisten, Politikern, Psychologinnen oder Pflegerinnen. (…) (Der Roman) überzeugt darüber hinaus durch ein hohes Maß an psychologischer Wahrhaftigkeit, die Habringer für die von ihm geschaffenen Charaktere aufbringt. (…)Zudem gelingt es Haberinger, seine Figuren stilistisch zu individualisieren. Das mag auch der Grund sein, warum man das Maß ihrer Verbundenheit zwar vielleicht unglaublich finden mag, nie aber unglaubwürdig. Ein weiteres Mal gilt: keine der Figuren ist ohne Schuld, keine ist verwerflich.
Dominika Meindl, Landeskulturbericht