Autor

Bücher/Texte

Projekte

Angebote

Aktuell




Workshops

Workshops

In jedem von uns schlummert kreatives Potential. In uns allen schlafen Geschichten, Träume, Phantasien und Bilder.

Schreiben vermag die Tür zu verschütteten Talenten zu öffnen. Texte können locken und andeuten, sich sperren und verstören, prahlen und lügen, neugierig machen und verführen, Widerstand leisten und Klarheit schaffen, den Alltag benennen oder spielerisch die Welt umarmen.

MÖGLICHE  WORKSHOPS

Gewünschte Gruppengröße: 3-16

Mit allen Sinnen schreiben

Eine Reise in die Phantasie und unsere Lebenserfahrungen: Im Gepäck: Unsere Sinne, unsere Fähigkeiten und Talente wahrzunehmen: Mit Augen, Ohren, Händen, Herz und Hirn.

AUFSCHREI – BEN

Texte können locken und andeuten, sich sperren und verstören, prahlen und lügen, neugierig machen und verführen, Widerstand leisten und Klarheit schaffen, den Alltag benennen oder spielerisch die Welt umarmen…

Welchen Mißständen, Ungerechtigkeiten und Schwächen treten wir mit unserer Sprache, unserer Ironie, unserem Humor entgegen?

Mit Worten eine Welt erfinden

Eine Expedition in den Fundus unserer Worte und Wörter, unserer Geschichte und Geschichten, unserer Erfahrungen und Phantasien.

Ich bringe mich zur Sprache

Ist Ihr Leben ein Roman? Lieben sie Gedichte? Schreiben Sie gern?

Ein Workshop auf der Suche nach der eigenen Sprache und der eigenen Biographie .

Beispiele für in den Workshop entstandene Texte

Ich bin ein 68er, schon immer gewesen. Aber anders, als man glauben könnte.

An einem Samstagmorgen im November 68 steht unsere Nachbarin, die Haushälterin des Pfarrers plötzlich in der Tür unseres Kinderzimmers. Ich erwache und sehe die Frau vor mir: klein , schmächtig, ein graues Mäuschen, ihr besorgter Blick fällt auf drei schlafende Kinder. Sie sagt kein Wort. In meiner Erinnerung ist diese Szene von keinem Geräusch getrübt, kein Satz fällt, kein Wort wird gesprochen. Nur: da ist jemand Fremder im Zimmer. Etwas noch nie vorher geschehenes ist passiert. Ich erwache, ich bin acht Jahre alt. Mein erster Blick fällt auf diese lautlose Erscheinung in der Zimmertür. Ich begreife augenblicklich. Es ist schon alles gesagt. In der Nacht zuvor ist meine Mutter plötzlich gestorben. In diesem Moment werde ich erwachsen. Das Kind ist eine Hülle an mir, ein feiner Riss geht durch meine Haut, nach außen hin hat sich nichts verändert.

Ich kann mich nicht erinnern, dass die Nachbarin später noch einmal dieses Zimmer meiner Kindheit betreten hätte. Das Haus gibt es noch, ich wohne nicht mehr dort, niemand von meiner Familie wohnt mehr dort. Ich besitze keinen Schlüssel mehr für dieses Haus, in dem heute vielleicht wieder Kinder spielen, Kinder, denen dieses Haus zur Heimat geworden ist. Die Nachbarin ist lange tot, sie liegt in der Nähe meines heutigen Wohnortes begraben. 1968 ist lange her, nach allen Regeln der Kunst gelte ich heute als erwachsen und groß. Unsichtbar, in einer Tasche, trage ich immer ein Kind mit mir herum, mich selbst. Das Kind ist acht Jahre alt und erwacht aus dem Schlaf. Es sieht und begreift. That´s life. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen. (R.H. 2003)

Hör zu, Kleines

Breitbeinig pflanzt sich ein Großmaul auf.

Großspurig verschafft sich die Zunge Gehör.

Lärmend klappern die Zähne ihre Zoten.

Kleinlaut lehnt das Ohr an der Wand. Es schluckt. (R.H. 2003)